Ester Ambrosino

Regisseurin / Choreografin

Ester Ambrosino, gebürtige Sizilianerin, ist Tänzerin, Choreografin und künstlerische Leiterin des von ihr 2007 gegründeten Tanztheater Erfurt e.V. Nach einem Studium in klassischem Tanz in Palermo absolvierte sie einen Abschluss in Bühnentanz an der renommierten Folkwang-Hochschule in Essen. Von 1994 bis 1998 war sie im Engagement bei der Company „Folkwang Tanzstudio – FTS“ unter Leitung von Pina Bausch. An deren Wuppertaler Tanztheater wirkte Ester Ambrosino als Gasttänzerin in „Sacre du Printemps“ und „Tannhäuser“ mit. Ab 1998 war sie Mitglied des Tanztheater Bremen unter Susanne Linke, tanzte für Urs Dietrich sowie bei der Company von Catherine Diverrès. Künstlerisch wurde Ester Ambrosino nicht zuletzt durch die Arbeit mit namhaften Choreografen wie Malou Airaudo, Libby Nye, Rodolfo Leoni, Stephan Brinkmann, Mark Sieczkarek, Daniel Goldin, Raffaella Giordano, Henrietta Horn und Irene Hultmann beeinflusst.
Zu ihrem eigenen choreografischen Repertoire zählen seit 2004 neben Tanz-Solos verschiedene Choreografien für die unter ihrer Leitung arbeitende Company des Tanztheaters Erfurt. Als Gast choreografierte und inszenierte sie u.a. am DNT Weimar („Winterreise“ von Elfriede Jelinek, 2013), am Konzert Theater Bern „Biedermann und die Brandstifter“ (2014) unter der Regie von Claudia Meyer sowie 2018 Strawinskys „Feuervogel“ unter der musikalischen Leitung von Zoi Tsokanou für die Thessaloniki Concert Hall. Mit ihren Inszenierungen der Gluck-Oper „Orpheus und Eurydike“ sowie Händels „Hercules“, beides Kooperationen mit dem Theater Erfurt, gewann sie 2016 und 2017 jeweils den Publikumspreis. 2015 wurde Ester Ambrosino mit dem Kulturpreis der Stadt Erfurt ausgezeichnet.

In der Spielzeit 2020/2021 ist sie verantwortlich für Regie und Choreografie in der Koproduktion von Theater Waidspeicher, Tanztheater Erfurt e.V. und Theater Erfurt „Novecento - Die Legende vom Ozeanpianisten“.

Mila van Daag

Kostümbildnerin

Mila van Daag studierte an der Bauhaus-Universität Weimar und der Akademie Minerva im niederländischen Groningen Produktdesign, Architektur und Theater. Seit 2006 entwickelt sie projektbezogen Ausstattungen für Film und Theater. Nach drei Jahren als Ausstattungsassistentin am Stadttheater Gießen ist sie seit der Spielzeit 2012/13 Ausstattungsassistentin am Theater Erfurt. Dort ist sie außerdem verantwortlich für Konzept und Realisierung der Studio.Box. Eigene Arbeiten waren hier u. a. die Bühnenbilder für „Der Ring des Nibelungen (an einem Abend)“ und „Des Kaisers neue Kleider“ sowie das Bühnen- und Kostümbild für „Die Krönung der Poppea“, „Die Omama im Apfelbaum“ und „Kiss me, Kate“. Am Theater Waidspeicher gestaltete sie die Kostüme u. a. für „Animalisten“.

In der Spielzeit 2021/2022 ist sie verantwortlich für die Spielerkostüme der Inszenierung „Der Tag, an dem die Oma das Internet kaputt gemacht hat“, für Bühne und Kostüme der Inszenierung „Nußknacker und Mausekönig“ und der geplanten Koproduktion mit dem Theater Erfurt und dem Tanztheater Erfurt e.V.

Bärbel Haage

Ausstatterin

Bärbel Haage wurde 1975 in Erfurt geboren. Die bildende Künstlerin, Illustratorin, Theater- und Filmemacherin studierte von 1994 bis 1997 an der traditionsreichen Prager Kunsthochschule Bühnenbild für Puppentheater.

Sie war seither an einer Vielzahl von Schauspiel- und Puppentheaterproduktionen als Bühnen- und Puppenbildnerin beteiligt. Von 2002 bis 2005 war sie Ausstattungsleiterin des Dresdner Puppentheaters. In den letzten Jahren realisierte sie vier deutsch-tschechische Animationsfilmprojekte und arbeitete mehrfach mit dem tschechischen Forman-Theater. Die gemeinsamen Produktionen wurden mehrfach mit den höchsten tschechischen Theaterpreisen ausgezeichnet.

Am Theater Waidspeicher gestaltete sie Puppen, Bühne und Kostüme für die Kinderinszenierungen „Das Orakel oder Der Bär, der Pfau und das Geheimnis des alten Hasen“ und „Rumpelstilzchen”.

Gisa Kuhn

Kostümbildnerin

Gisa Kuhn studierte Kostümbild in Hamburg und war anschließend als Ausstattungsassistentin am Deutschen Nationaltheater Weimar engagiert. Seit 2003 arbeitet sie als Kostüm- und Bühnenbildnerin für Bühne und Film sowie als Stylistin und Gewandmeisterin.

Ihre Engagements als Ausstatterin führten sie beispielsweise an die Hamburgische Staatsoper, das Deutsche Nationaltheater Weimar, das Theater Chemnitz, die Musikalische Komödie Leipzig, die Oper Halle, das Theater Oberhausen, das Theater Lübeck, das Prinzregentheater München und das Mainfranken Theater Würzburg.

Für das Theater Waidspeicher entwarf sie bisher Ausstattungen für „Drei Mal Leben“ und „Die Goldberg-Variationen“ sowie Kostümbilder für „Die Hirtin und der Schornsteinfeger“ und „Der Sturm". Im Februar 2020 entwarf und realisierte sie die Puppenkostüme für „Atlas der abgelegenen Inseln“.

Gisa Kuhn lebt mit ihrer Familie in Hamburg.


Fotograf: Werner Hinniger

Coco Ruch

Ausstatterin / Kostümbildnerin

Coco Ruch wurde 1970 in Freiburg im Breisgau geboren. Von 1988 bis 1994 studierte sie Malerei/Grafik an der Akademie der bildenden Künste Karlsruhe. Den Abschluss machte sie als Meisterschülerin bei Reiner Küchenmeister. Es folgten Ausstellungen in Karlsruhe, Heidelberg, Berlin und Erfurt. Von 1991 bis 1996 lernte sie Ausdruckstanz bei Freia Leonhardt arbeitete in Projekten mit ihr zusammen. Mit ihrem Umzug nach Berlin 1996 folgte mit ersten Arbeiten im Puppenspiel und Puppenbau im Theater ACUD der Einstieg in die Bilderwelt des Theaters. Seit 1998 entwirft und baut sie Ausstattungen für Performances, Theater, Theaterplastiken etc. Seit 2000 lebt und arbeitet sie in Erfurt. Von 2002 bis 2011 folgten eine langjährige Zusammenarbeit und Lehrgänge mit und bei der Kostüm- und Bühnenbildnerin Ella Späte.

Wirkstätten von Coco Ruch sind unter anderem: Theater ACUD Berlin, Theater unterm Dach Berlin, FEB Eisenach, Theaterscheune Teutleben, ShakespeareCompany Berlin, Serkowitzer Volksoper Dresden, Theatersommer Erfurt, Erfreuliches Theater Erfurt, Die Schotte Erfurt, Sommerkomödie Barfüßerruine Erfurt.

Die Gestaltung der Kostüme für „Krabat“ in der Spielzeit 2021/22 ist ihre erste Zusammenarbeit mit dem Theater Waidspeicher.

Foto: Marcel Krummrich

Kerstin Schmidt

Ausstatterin

Kerstin Schmidt wurde 1960 in Halle/Saale geboren. Von 1978 bis 1980 absolvierte sie eine Ausbildung zur Herrenmaßschneiderin. Von 1980 bis 1983 folgte ein Studium zur Diplommodegestalterin. Dem schloss sich von 1983 bis 1989 ein Direkt-/ Abendstudium an der Kunsthochschule Berlin/Weißensee an. Seit 1990 ist sie freiberufliche Ausstatterin für Schauspiel-, Opern- und Figurentheaterinszenierungen. Seit 2010 betreibt sie zusammen mit Frank Alexander Engel die „Engel-Schmidt Produktion“. Mit Frank Alexander Engel stattete sie am Theater Waidspeicher die Inszenierungen „Metamorphosen", „Menschen im Hotel“, „Die sieben Raben", „Amadeus", „Das kalte Herz“, „König Lear", „Das Hölzerne Pferd“, „Spieglein, Spieglein an der Wand", „Der Meister und Margarita" und „Pinocchio“ aus.

In der Spielzeit 2021/2022 übernimmt sie zusammen mit Frank Alexander Engel die Ausstattung für „Fräulein Smillas Gespür für Schnee“.

Juliane Solvång

Puppen- und Schauspielerin

Juliane Solvång wurde 1978 in Berlin geboren und arbeitete nach dem Abitur zunächst als Bühnen- und Kostümassistentin, bevor sie von 1999 bis 2003 das Studium der Puppenspielkunst an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ absolvierte. Im Jahr 2008 verlegte sie ihren Lebensmittelpunkt nach Schweden. Als Puppenspielerin, Ausstatterin und Schauspielerin war sie für verschiedene Theater in Deutschland, der Schweiz und im skandinavischen Raum tätig. In den vergangenen Jahren lag ihr Arbeitsschwerpunkt vor allem auf Visual Storytelling und Fotografie. Im Jahr 2019 entschied sie sich für eine Rückkehr nach Deutschland mit Erfurt als ihrer neuen Heimatstadt.

Als Gast ist sie in der Spielzeit 2021/2022 zu sehen in:
Der Tag, an dem die Oma das Internet kaputt gemacht hat

Kristine Stahl

Puppenspielerin und Regisseurin

Kristine Stahl wurde 1967 in Schwerin geboren. Von 1986 bis 1990 studierte sie an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“, Berlin, Abteilung Puppenspielkunst. Es folgten Engagements in Erfurt, Halle und Naumburg. Neben ihrer Tätigkeit als Puppen- und Schauspielerin arbeitete sie als Regisseurin und Ausstatterin für verschiedene deutsche Puppentheater, u. a. in Karlsruhe, Magdeburg, Naumburg, Chemnitz, Bautzen, Erfurt und Leipzig.
Von 2009 bis 2017 war Kristine Stahl am Theater Waidspeicher als Puppen- und Schauspielerin engagiert. Als Regisseurin inszenierte sie hier unter anderem „Tintenherz“, “Leon Pirat“ und "Das Orakel oder Der Bär, der Pfau und das Geheimnis des alten Hasen".
In der Spielzeit 2020/2021 übernahm sie die Regie und die Gesamtausstattung für die Kinderinszenierung „Abends zieht der Mond die Strümpfe aus“.

Als Gast ist sie in der Spielzeit 2021/2022 zu sehen in:
Das kalte Herz
Die sieben Raben

Maria-Elisabeth Wey

Puppen- und Schauspielerin

Maria-Elisabeth Wey wurde in Berlin geboren und wuchs dort auf. Nach ihrem Diplom an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin folgten Engagements u. a. in Berlin, Jena, Meiningen, Dresden, Gera sowie am Neuen Schauspiel Erfurt. Seit dem Jahr 2003 wirkte sie in über 40 Inszenierungen am Theater Erfurt mit, u. a. in „Anatevka“, „Der Gott des Gemetzels“, „Urfaust“, „Der Eingebildete Kranke“, „Ein Sommernachtstraum“, in diversen Erfurter Domstufen-Inszenierungen für Kinder sowie in Musical-, Operetten- und Weihnachtsmärchen-Inszenierungen. Maria-Elisabeth Wey ist außerdem als freischaffende Dozentin für Schauspiel, Pantomime und Maskenspiel tätig. Darüber hinaus baute sie Puppen und Figuren für verschiedene Theater.
Zahlreiche Gastspiele führten sie u. a. nach Mexiko, Kuba, Nicaragua, Dänemark, Frankreich, Polen und Österreich.

Als Gast ist sie in der Spielzeit 2021/2022 zu sehen in:
Animalisten

Nadine Wottke

Ausstatterin / Puppenbau und Bühne

Nadine Wottke wurde 1978 in Arnstadt geboren. Von 1998 bis 1999 studierte sie Mediengestaltung an der Bauhaus-Universität Weimar und wechselte dann zum Studium der Freien Kunst an der Fakultät Gestaltung der Bauhaus-Universität Weimar, das sie 2007 mit dem Diplom abschloss.
Seit 2007 lebt sie als freischaffende Künstlerin in Erfurt. Von 2007 bis 2019 war sie als Dozentin an der Erfurter Malschule tätig, außerdem übernahm sie Lehraufträge an der Universität Erfurt und an der Bauhaus Universität Weimar. Für ihre Arbeiten, die u. a. in Erfurt, Berlin, Münster, Basel, Zürich, Barcelona, New York und Miami ausgestellt wurden, erhält sie verschiedene Preise und Stipendien, u. a. 2008 und 2017 das Stipendium der Kulturstiftung des Freistaates Thüringen und 2012 den Pulse Award Miami.
Seit 2018 ist Nadine Wottke als Mitarbeiterin im Atelier des Theaters Waidspeicher angestellt. Die Gesamtausstattung für die Inszenierung „Vier Märchen von Himmel und Erde“ in der Spielzeit 2020/2021 am Theater Waidspeicher war ihre erste eigenverantwortliche Theaterarbeit.

In der Spielzeit 2021/2022 übernimmt sie die Gesamtausstattung für die Märcheninszenierung „Daumesdick“.

Foto: Marcel Krummrich

Andres Böhmer

Musiker

Andres Böhmer wuchs als Enkel eines Kirchenkantors in Berlin auf und begeistert sich seit seiner Kindheit für Musik. Während eines mehrjährigen Auslandsaufenthaltes in Uppsala/Schweden entdeckte er als Jugendlicher die Liebe zur Gitarre und zur Musikschreiberei. Er absolvierte ein Musikstudium mit Hauptfach Jazzgitarre an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy" Leipzig.

Als Bandleader und Sideman war Andres Böhmer im In- und Ausland unterwegs. Während dieser Zeit entstanden zahlreiche eigene Alben, die bei verschiedenen deutschen Jazzlabels veröffentlicht wurden. Darüber hinaus ist er seit längerem deutschlandweit als Komponist, Produzent und Livemusiker für Bühnen- und Filmmusiken tätig. Bisherige Partner waren, neben vielen mitteldeutschen Stadttheatern, auch Gruppen und Solokünstler der freien Szene von Figurentheater, Tanztheater bis zu Comedy und Reiseshow.
Für das Theater Waidspeicher komponierte er die Musik für „Moby Dick" (2009), „Das Orakel oder Der Bär, der Pfau und das Geheimnis des alten Hasen“ (2017) und „Vier Märchen von Himmel und Erde“ (2020).

In der Spielzeit 2021/2022 ist er für die Musik der Inszenierung „Krabat“ verantwortlich.

Carsten Bürger

Ausstatter

Carsten Bürger, Jahrgang 1972, studierte als gelernter Holzbildhauer an der Burg Giebichenstein Halle (Saale) Spiel- und Lernmitteldesign. Neben anderen künstlerischen Arbeitsfeldern arbeitet der Dresdner seit 2002 als Ausstatter und Puppenbauer mit verschiedenen Theatern zusammen. So entstanden an der Kleinen Bühne Naumburg „Pinguine können keinen Käsekuchen backen“, am Deutsch-Sorbischen Volkstheater Bautzen „König und Königin Drosselbart“, am Theater der Jungen Welt Leipzig „Kleine Meerjungfrau“ und „Weihnachten bei Tiger und Bär“, am Theater der Jungen Generation Dresden „Die Schwarze Mühle“, am Dresdner Projekttheater „Nur ein Tag“. Am Theater Waidspeicher übernahm er die Ausstattung und die Gestaltung der Puppen für „Leon Pirat“ und die Gestaltung der Puppen für die Kinderinszenierung „Ritter Tristan und Prinzessin Isolde“.

Frank Alexander Engel

Regisseur und Ausstatter

Frank Alexander Engel wurde 1965 in Pasewalk geboren. Von 1990 bis 1994 studierte er an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin, Abteilung Puppenspielkunst. Danach führten ihn Engagements als Spieler an die Staatsoper Berlin und an das Südthüringische Staatstheater Meiningen sowie als Regisseur, Ausstatter und Spieler an das Theater Junge Generation Dresden. Seit 1998 verantwortet er eigene Inszenierungen und Ausstattungen für Figurentheater und Oper. Von 2003 bis 2011 war er als Regisseur, Ausstatter und Spieler am Puppentheater der Stadt Magdeburg engagiert. Seit 2010 betreibt er zusammen mit Kerstin Schmidt die „Engel-Schmidt Produktion". Seit 2001 brachte Frank Alexander Engel als Regisseur und Ausstatter für das Theater Waidspeicher bislang zehn Inszenierungen auf die Bühne: „Metamorphosen", „Menschen im Hotel", „Die sieben Raben", „Amadeus", „Das kalte Herz“, „König Lear“, „Das Hölzerne Pferd“, „Spieglein, Spieglein an der Wand", „Der Meister und Margarita“ und „Pinocchio“.

In der Spielzeit 2021/2022 übernimmt er Regie und Ausstattung für „Fräulein Smillas Gespür für Schnee“.

Johannes Frisch

Musiker und Komponist

Der Improvisationsmusiker, Kontrabassist und Komponist Johannes Frisch lebt in Karlsruhe. Seit Jahrzehnten gibt er als Improvisator, Bandmitglied und Theatermusiker Konzerte, spielt auf Festivals und arbeitet mit Kolleg*innen in ganz Europa und Übersee zusammen. Er arbeitet als Komponist für spartenübergreifende Projekte, macht Musik für Tanz, Stummfilm und Theater, insbesondere für Figurentheater. Seit 1990 arbeitet er regelmäßig mit Frank Soehnle und dem figurentheater wilde&vogel zusammen. Zahlreiche Arbeiten mit rat'n'X entstanden für das Figurentheater Tübingen, er schrieb Theatermusik unter anderem für das Theaterhaus Mannheim, das Badische Staatstheater und das Nationaltheater Mannheim. Aktuelle Bandprojekte sind das Kammerflimmer Kollektief, The Schwarzenbach mit Dietmar Dath, das Trio Moscow by Heart mit dem aus Russland stammenden Amerikaner Misha Feigin und die Zusammenarbeit mit Ralf Wehowsky. Er veröffentlichte bisher rund drei Dutzend Vinyl-LPs, CDs und Hörspielmusiken. Im Theater Waidspeicher übernahm er in der Spielzeit 2019/2020 die musikalische Einstudierung für „Animalisten“.

Christian Georg Fuchs

Regisseur

Christian Georg Fuchs wurde 1972 in Düsseldorf geboren. Er studierte Musiktheater-Regie an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Dort war er Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes. Es folgten zahlreiche Inszenierungen im Musiktheater, Schauspiel und Figurentheater u. a. in Hamburg, Weimar, Leipzig, Naumburg, Erfurt, Magdeburg, Neuss, Bautzen, Dessau und Chemnitz.

Von 2011 bis 2014 arbeitete Christian Georg Fuchs als Dramaturg und Pressedramaturg am Theater Waidspeicher Erfurt.

Von 2014 bis 2016 arbeitete er als freiberuflicher Regisseur an verschiedenen Theatern, u. a. in Erfurt, Bautzen, Leipzig. Von 2016 bis 2018 war er Leiter des Kinder- und Jugendtheaters am Theater Nordhausen. Am Theater Waidspeicher inszenierte er u. a. “Die unendliche Geschichte", "Göttliche Komödie", "Ritter Tristan und Prinzessin Isolde“, "Paulas Reisen", „Atlas der abgelegenen Inseln“ und in Koproduktion mit dem Theater Erfurt die Opern „König Arthus“ (2011), „Der Ring des Nibelungen (an einem Abend)“ (2013) und "Die Heimkehr des Odysseus“ (2016).

In der Spielzeit 2021/2022 übernimmt er die Regie für „Nußknacker und Mausekönig“.

Martin Gobsch

Ausstatter | Puppenbau und Bühne

Martin Gobsch, 1978 in Erfurt geboren, ist gelernter Möbeltischler und absolvierte von 2002 bis 2004 am Theater Waidspeicher eine Ausbildung zum Bühnenplastiker. Anschließend engagierte ihn das Theater bis 2009 als Bühnenbildner und Puppenbauer. In dieser Zeit war er unter anderem für die Ausstattung der Inszenierungen „Der Teufel mit den drei goldenen Haaren“, „Der kleine Muck“ und „Moby Dick“ verantwortlich. Seit 2010 arbeitet er freiberuflich für verschiedene deutsche Puppentheater, unter anderem für die Marionettenoper Lindau am Bodensee, das Puppentheater Meiningen, das Puppentheater Zwickau, den Erfurter Theatersommer und das Literaturmuseum Heiligenstadt. Neben seiner Schauwerkstatt auf der Erfurter Krämerbrücke betreibt er zwei mechanische Theater in der Altstadt.

In der Spielzeit 2021/22 gestaltet und baut er die Puppen und entwirft das Bühnenbild für „Krabat“.

Foto: Steve Bauerschmidt

Udo Hemmann

Komponist und Musiker

Udo Hemmann wurde 1968 in Weimar geboren. Von 1991 bis 1995 studierte er Bassgitarre an der Hochschule für Musik "Franz Liszt" in Weimar. Er spielt in verschiedenen Bands. Seit 1990 wirkte er in zahlreichen Theaterproduktionen, u. a. in Weimar, Erfurt, Jena, Meiningen, Suhl, Baden-Baden, als Komponist, Sänger, Instrumentalist, Arrangeur und musikalischer Leiter mit. Udo Hemmann komponierte am Theater Waidspeicher die Musik u. a. für die Inszenierungen "Leon Pirat" und "Das Märchen von Trollkind und Königskind“. In der Spielzeit 2017/18 gestaltete er Arrangements und die Musik für "Rumpelstilzchen".

Sebastian Herzfeld

Komponist und Musiker

Der 1963 in Halle/Saale geborene Sebastian Herzfeld lernte frühzeitig mehrere Instrumente und spielte schon bald in verschiedenen Jazz Bands. Später studierte er an der Berliner Musikhochschule „Hanns Eisler“ Bass und schloss 1998 mit einem Diplom ab. Im Zusammenspiel mit Musikern der internationalen Jazz- und Weltmusikszene (u. a. Markus Stockhausen, Ramesh Shotham, Trilok Gurtu und Chris Jarrett) entwickelte er seine Leidenschaft für fremde Klänge und ungewöhnliche Rhythmen. Im Laufe der Jahre wandte er sich immer mehr dem Komponieren von Theater - und Filmmusik zu.
Als musikalischer Leiter des „neuen theaters“ und des Puppentheaters Halle (2005 bis 2011) und als Gast an vielen Theatern Deutschlands, u.a. Schauspielhaus Bochum, Düsseldorf, Dresden, Bregenz, Nationaltheater Mannheim, Thalia Theater Hamburg, Schauspiel Frankfurt, Schauburg München, Berliner Ensemble und das Burgtheater Wien komponierte er bisher über 80 Schauspielmusiken, die von seiner Vorliebe für eigenwillige Klänge wie z. B. dem Sound seines präparierten Klavieres und eigens entwickelten Metallinstrumenten geprägt sind.
Für das Album „Lieder von Liebe und Tod“ erhielt er 2008 gemeinsam mit Anne Kaftan und der Sängerin Bobo den Weltmusikpreis „Ruth“.
Mit dem Projekt "Bobo und Herzfeld" veröffentlichte er mehrere Alben mit eigenen Vertonungen deutscher Dichter.

Die Komposition für „Pinocchio“ in der Spielzeit 2020/2021 war seine erste Zusammenarbeit mit dem Theater Waidspeicher.

Fotograf: Sami Bill

Atif Mohammed Nor Hussein

Regisseur, Ausstatter

Atif Mohammed Nor Hussein wurde 1967 in Berlin (Ost) geboren. Er studierte Puppenspielkunst an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin. Danach war er bis 2001 freischaffend als Puppenspieler, Schauspieler, Bühnen- und Kostümbildner, Puppenbauer und Regisseur tätig, u. a. am Maxim-Gorki-Theater Berlin, an der Volksbühne Berlin, am TAT Frankfurt (Main), an der Oper Frankfurt und am Theater Waidspeicher Erfurt. Von 2001 bis 2009 arbeitete er für das Puppentheater Halle, das Opernhaus Halle und die Wiener Festwochen. Seit 2009 ist er wieder freischaffend tätig. Atif Mohammed Nor Hussein führte Regie für die Inszenierung „Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran“.

Raphael Köhler & Christian Scheibe

NIVRE Film & Studio GmbH
Mediale Bühne

Peter Lutz

Ausstatter | Puppenbau

Peter Lutz wurde 1971 in Baden-Baden geboren und studierte von 1992 bis 1996 an der Schauspielschule „Ernst Busch” in Berlin Puppenspiel. Noch während des Studiums erhielt er mit der Inszenierung „Weihnachten bei Iwanows” am Maxim Gorki Theater Berlin den Friedrich-Luft-Preis sowie mit „Die Maßnahme” den Max-Reinhardt-Preis beim Treffen der Schauspielschulen in Stuttgart. Als Puppenspieler war er auch für den Kinofilm „The Neverending Story III” der Jim-Henson-Company tätig. Nach dem Studium arbeitete Peter Lutz zunächst als freier Puppenspieler und Puppenbauer, so zum Beispiel am Schauspiel Frankfurt/Main. Von 1998 bis 2000 war er am Theater des Lachens in Frankfurt/Oder engagiert. Seitdem arbeitet er wieder als freier Puppenspieler und Ausstatter für verschiedene Theater, wie beispielsweise für das Hans-Otto-Theater in Potsdam, das Theater Basel, das Staatstheater Stuttgart, das Badische Staatstheater Karlsruhe, die Bayerische Staatsoper, das Residenztheater und Metropoltheater in München, die Theater Konstanz, Würzburg und Marburg sowie für die Puppentheater in Magdeburg, Erfurt, Leipzig, Dresden, Nürnberg, Naumburg, Karlsruhe und Bautzen.
Am Theater Waidspeicher baute er die Puppen für die Inszenierungen „Das Fräulein von Scuderi” (2013), „Göttliche Komödie” (2015) und „Atlas der abgelegenen Inseln” (2020).

In der Spielzeit 2021/2022 gestaltet er die Puppen für die Inszenierung „Nußknacker und Mausekönig“

Frank Soehnle

Regisseur

Frank Soehnle ist einer der national und international renommiertesten deutschen Figurenspieler und Regisseure. Er absolvierte von 1983 bis 1987 den Studiengang Figurentheater an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart, leitete 1987 bis 1990 das Karlsruher Figurentheater und gründete 1991 das freie Tourneetheater „figuren theater tübingen“. Mit Solo- und Ensembleproduktionen gastiert er seither weltweit.
Seine europaweiten Regiearbeiten erforschen das Verhältnis von Spieler und Puppe und setzen visuelle Akzente in modernes und klassisches Textmaterial.
Die von Frank Soehnle gebauten Puppen sind häufig geschlechtliche, menschlich-animalische oder mythologische Zwitterwesen, er bevorzugt in offener Spielweise geführte Marionetten, jedoch reicht das Spektrum bis zu Objekten, die sich in Figuren verwandeln. Frank Soehnle ist außerdem als Dozent an diversen Hochschulen tätig (Stuttgart, Berlin, Charleville-Mézières, Jerusalem, Tours).
In der Spielzeit 2019/2020 übernahm er Regie und Bühnenbild für die Inszenierung „Animalisten“.

Nis Søgaard

Musiker

Matthias Thieme

Regisseur

Matthias Thieme wurde 1976 in Erfurt geboren, er studierte Theaterwissenschaft an der Universität Leipzig und Schauspielregie an der HfS „Ernst Busch“ Berlin.

Seine ersten Theatererfahrungen sammelte er am Erfurter Kinder- und Jugendtheater „Die Schotte“, dem er nach wie vor als Gastregisseur verbunden ist. Zuletzt inszenierte er dort „Lysistrate“ (2016), „Tschick“ (2017) und „Der Besuch der alten Dame“ (2018). Seine Inszenierung „Romeo und Julia“ wurde 2011 mit dem Deutschen Amateurtheaterpreis Amarena ausgezeichnet. Außerdem arbeitete er als Regisseur u. a. am Theater Plauen-Zwickau, am neuen theater halle, am Figurentheater Chemnitz, am Theater Stralsund/Greifswald sowie in Stendal, Zittau, Esslingen, Magdeburg, Rostock, Cottbus und Leipzig. Die Mehrzahl seiner Inszenierungen richtet sich an ein jugendliches Publikum.

Von 2010 bis 2013 war er Leitender Schauspielregisseur und Puppentheaterdirektor am Theater Plauen-Zwickau.

Die Inszenierung von Hermann Melvilles „Moby Dick“ in der Spielzeit 2008/09 war seine erste Zusammenarbeit als Regisseur mit dem Theater Waidspeicher. Seit 2016 inszenierte er hier „Mein ziemlich seltsamer Freund Walter“, „Die Abenteuer von Tom Sawyer und Huckleberry Finn" und „Die Reise zum Mittelpunkt des Waldes".

In der Spielzeit 2021/2022 übernimmt er die Regie für „Der Tag, an dem die Oma das Internet kaputt gemacht hat“ und „Krabat“.

Martin Vogel

Puppen- und Schauspieler | Regisseur

Martin Vogel wurde 1968 in Werdau geboren. Nach dem Abitur und der Arbeit in einer Fabrik studierte er Puppenspielkunst an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin. Während des Studiums erhielt er ein Engagement als Schauspieler am Hebbel-Theater Berlin für die Robert-Wilson-Inszenierung „Doctor Faustus Lights the Lights“. Von 1994 bis 2004 war er als Puppenspieler am Städtischen Theater Chemnitz engagiert, dort wirkte er auch als Schauspieler / Sänger in Musicalproduktionen des dortigen Opernhauses mit. Von 2004 bis 2019 war er Ensemblemitglied des Theaters Waidspeicher. Hier stand er in 53 Inszenierungen auf der Bühne. Er spielte unter anderem den kriegsversehrten Dr. Otternschlag in „Menschen im Hotel“, den eingeborenen Harpunier Queequeg in „Moby Dick“, den Sohn Tom in „Die Glasmenagerie“, Graf Gloster und Graf Kent in „König Lear“, die Müllerstochter Marie in „Rumpelstilzchen“, den zaubernden Staubfinger in „Tintenherz“, den außerirdischen Walter in „Mein ziemlich seltsamer Freund Walter“ und zuletzt den Teufel Voland in „Der Meister und Margarita“.

Seit der Spielzeit 2019/20 ist Martin Vogel freiberuflich als Puppenspieler, Schauspieler und Regisseur tätig. Mit der Inszenierung „Vier Märchen von Himmel und Erde“ gab er 2020 am Theater Waidspeicher sein Debüt als Regisseur.

Als Gast ist er in der Spielzeit 2021/2022 zu sehen in:
Der Meister und Margarita
Die sieben Raben